Du hättest die Duschszene zwischen Sarah und Daniel gerne ausführlicher gehabt? Na, aber gerne doch! Viel Spaß bei der ungekürzten, spicy Version – ohne Wörter, die keiner lesen will. 😉

Mit klopfendem Herzen öffne ich die Duschkabinentür. Daniels Augen sind riesig und wandern wie automatisch auf meinen Busen. Was er wohl denkt?  Er schluckte schwer und sieht mir wieder fest in die Augen. Ich werte das jetzt mal als gutes Zeichen.

„Darf ich?“, frage ich und trete ein, ohne auf eine Antwort zu warten.

„Tja“, stammelt Daniel und sieht überall hin, nur nicht zu mir. Was denkt er denn? Dass ich vorhabe, mir wie gute Freunde eine Dusche mit ihm zu teilen? „Ist ja deine Dusche. Ich … Ich wollte mir nur das Blut abwaschen.“

O Gott, ist das süß! Er ist ja komplett überfordert mit der Situation! Aber das macht ihn nur noch liebenswürdiger. Denn ein Kerl, der diese Chance nicht sofort nutzt – der hat wohl noch nie einen One-Night-Stand gehabt.

„Und ich wollte dir das Duschgel bringen. Ich hatte noch keine Gelegenheit, die Dusche einzuweihen, also dachte ich, dass du nicht allein die Ehre der ersten Dusche haben solltest.“

Er braucht lange, um ein paar Worte in seinem Kopf zu formen. Vielleicht, weil gerade alles Blut in seinem Körper abwärts sinkt? „Ist das …“ Seine Stimme bricht und er räuspert sich. „Ist das’n Neubau?“

Okay, jetzt nicht lachen. Glaubt er wirklich, dass dieses alte, knarzige Gebäude in den letzten – was? – fünf Jahren entstanden ist? Es ist mindestens fünfzig Jahre alt!

„Nein. Aber ich hab gründlich geputzt.“ Ich lächele, kurz davor, in schallendes Gelächter auszubrechen, aber ich schätze, das täte der knisternden Stimmung nicht gut. Zeit, dass ich ihm zeigte, was ich von ihm will. Ich trete einen Schritt auf ihn zu. Meine Brüste berühren seine Rippen und an meinem Bauch spüre ich ihn. Er will mich. So wie ich ihn. Gespannt betrachte ich ihn und lächele, während er wieder nur schwer schluckt.

„Ich …“, krächzt er.

„Halt den Mund und küss mich endlich.“ Bevor die Schwellung in seinem Gesicht noch schlimmer wird.

Und er tut es. Und wie! Zärtlich nimmt er mein Gesicht in seine Hände, umfasst mich sanft und stark zugleich. Plötzlich sicher in dem, was er tut, senkt er seinen Kopf und legt seine warmen, vollen Lippen auf meine. Er küsst mich so intensiv, dass mir beinahe schwindelig wird. Mann, der Kerl kann küssen! Er wagt sich mit der Zunge langsam forschend voran und ich öffne den Mund, um ihn zu schmecken. Langsam streichelt er mit seiner Zungenspitze über meine und ich stöhne leise in seinen Mund. Zwischen uns wächst er weiter heran, wird immer härter und stößt gierig gegen meinen Bauch. Zärtlich streiche ich über seine wohlgeformte, durchtrainierte Brust, das Sixpack hinab und umfasse ihn so fest, dass er für einen Moment aufkeucht.

„Zu fest?“

„M-m“, bringt er hervor. „Genau richtig.“

Zufrieden grinse ich und beginne damit, ihn sanft zu massieren. Er hebt den Kopf und lehnt ihn an die Wand der Duschkabine, schließt die Augen und genießt sichtlich, was ich mit ihm anstelle. In meiner Hand wird er immer fester, bis er mich festhält, meine Hand löst und mich sanft gegen die Wand drückt. Seine heißen Finger wandern von meinem Kinn meinen Hals hinunter, über mein Schlüsselbein und umrunden dann meine Brustwarze, die sich verräterisch hebt. Mein Atem geht schwer, so sehr will ich seine Berührung. Mein Brustkorb hebt und senkt sich und Daniels Blick hängt an meinen Brüsten. Er senkt den Kopf und umfasst eine Brustwarze mit den Lippen, knabbert und saugt daran, so zärtlich und dann wieder so fest, dass ich ihm meinen Rücken entgegenstrecke. Langsam sinkt er vor mir nieder, fällt auf die Knie und ich bin froh, dass die Dusche nicht zu eng für uns beide ist.

Als er seinen Mund über meine Mitte senkt, stöhne ich auf. Verdammt, das kann er gut! Er verwöhnt mich mit seiner Zunge, sanft mit seinen Zähnen und irgendwann werden mir die Knie weich. Als hätte er das bemerkt, steht er auf, stellt eine Hand neben meinem Kopf auf und sieht mich aus dunklen Augen an. „Lass und in dein Schlafzimmer wechseln.“

Ich kann nur nicken. Zu mehr bin ich gerade nicht fähig. Er stoppt den Wasserstrahl, zieht das Handtuch von der Duschtür in die Kabine und wickelt mich darin ein. Splitternackt und pitschnass wie er ist, hebt er mich hoch und trägt mich aus dem Badezimmer.

„Rutsch mir ja nicht auf dem Parkett aus!“

„Nicht, dass ich mir neben der Nase noch den Arm breche.“

„Deine Nase ist nicht gebrochen.“

„Aber fast. Wo geht’s lang?“

„Gleich hier die nächste Tür.“

Mit mir auf seinen Armen stößt er die Tür zu meinem Schlafzimmer auf – und bleibt überrascht stehen.

„Kein Bett?“

„Oh ja. Ähm, ich hab noch keins. Aber eine Matratze.“

„Du legst nicht viel Wert auf Möbel, was?“

„Ich kann mich schlecht entscheiden.“

„Aha. Dann würde ich sagen, übernehme ich für heute die Entscheidungen.“

Alles in mir kribbelt. Wie konnte ich nur denken, dass von diesem Mann Gefahr ausgeht? Ich muss wahnsinnig gewesen sein. Denn dieser Mann ist einfach nur … perfekt. Perfekt für mich. Für jetzt. Vielleicht sogar für …

Ach nein, sowas sollte ich nicht denken. Es bringt Unglück, wenn man zu früh an die große Liebe glaubt. Selbst, wenn er nicht die große Liebe ist, so ist er doch der einfühlsamste, romantischste, ehrlichste Mann, mit dem ich je zusammen war.

Sanft legt er mich auf die Matratze und die Art, wie sich dabei seine Muskeln anspannen, ist so sexy, dass ich ihn einfach berühren muss.

„Gefällt dir, was du siehst?“, fragt er.

„Und ob. Man sieht, dass du durchtrainiert bist.“

„Das geht mit dem Job einher. Und jetzt schließ die Augen.“

„Warum?“

„Um zu genießen, natürlich.“

Er legt die Hände auf meine Knie und drückt sie sanft, aber bestimmt zu den Seiten. Wieder senkt er das Gesicht über mich und verwöhnt mich, bis ich mir die Zähne in die Unterlippe presse, um nicht laut aufzuschreien – in einem Altbau mit zig Nachbarn bestimmt keine gute Idee. Da berührt er den genau richtigen Punkt mit seiner Zunge, genau so, wie ich es mag. Scheiß auf die Nachbarn!

In mir zieht sich alles zusammen, sammelt sich an diesem einen Punkt und ich bin kurz davor, zu explodieren. Aber ich möchte mit ihm kommen, ich möchte, dass wir diesen Moment gemeinsam erleben. Also nehme ich seinen Kopf in beide Hände und ziehe ihn sanft hinauf.

„Ich hab Kondome in der Kiste da drüben“, flüstere ich.

Erst sieht er mich lustvoll an, dann lacht er. Erst kurz, dann immer schallender. „Das hat noch nie eine Frau zu mir gesagt. In der Schublade, in der Handtasche – sowas, ja. Aber im Umzugskarton! Wie tief muss ich denn graben?“

Grinsend steht er auf und geht zu der einzigen Kiste, die ich ins Schlafzimmer gestellt habe.

„Schon ein bisschen tief. Also … ganz tief. Ich dachte nicht, dass … Du weißt schon.“

„Dass du so spontan mit einem Fremden im Bett landest?“ Nebenbei vergräbt er den Arm in der Kiste.

„Du hältst mich bestimmt für leicht zu haben.“

„Ich halte dich auf jeden Fall nicht für schüchtern.“

„O Gott!“ Ich bedecke das Gesicht mit den Händen, denn gerade werden meine Wangen ganz heiß. Wie konnte ich das nur tun? Wie konnte ich einen Fremden in meiner eigenen Dusche …“

Da spüre ich ihn über mir. Er küsst zärtlich meine Hände und schiebt sie mir über den Kopf, so dass er freie Sicht auf mein knallrotes Gesicht hat.

„Ich bin froh, dass ich dich getroffen habe.“

„Vielmehr habe ich dich getroffen“, sage ich kleinlaut und zeige mit dem Kinn in Richtung seiner Nase.

„Zugegeben. Dennoch bin ich froh, denn … Ich mag dich. Sehr sogar.“ Er senkt die Lippen und küsst mich – langsam, zärtlich. Liebevoll. Als ich seufze, hebt er den Kopf. „Und ich hab die Kondome gefunden.“ Grinsend hält er sie mir hin und ich lache. Meine Güte! Sex war noch nie so einfach, so witzig und so lustvoll wie mit diesem Daniel.

Er zieht sich das Kondom über, legt sich auf mich und bahnt sich vorsichtig den Weg. Als er in mich eindringt, stöhnen wir beide auf.

„Du fühlst dich so verdammt gut an.“

„Dann red nicht so viel, sondern mach.“

Er lacht. „Du weißt, was du willst, so viel ist schon mal klar.“ Da stößt er kräftig zu und bringt mich damit zum Aufstöhnen. Wieder und wieder stößt er in mich, keucht, findet einen Rhythmus, der uns beiden gefällt, bedeckt mein Gesicht immer und immer wieder mit Küssen und schließlich spüre ich, wie sich alles in mir zusammenzieht. Ich bin so kurz davor zu explodieren, dass ich nicht mehr an mich halten kann. Oder gar will.

„Ich komme“, hauche ich, vollkommen in Ekstase.

„Dann komm.“ Kräftig und schnell stößt er zu und gemeinsam explodieren wir. Ich zucke unter ihm zusammen, er stöhnt über mir auf und Sekunden später liegen wir schwer atmend auf meiner Matratze. Meine Hand findet, wie selbstverständlich den Weg in sein Haar und vollkommen erschöpft, bleiben wir eng ineinander verschlungen liegen.

Also, wenn dieser Kerl nicht die Liebe meines Lebens ist – dann weiß ich auch nicht …

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